PART®-Basisseminar, Lüneburg (DE)

Buchungsnummer:19-BA-offen-001

14.06.2019 bis 16.06.2019 in Lüneburg

Kosten

€ 545,00

Inhalt

Sind Sie auf einen gewalttätigen Zwischenfall in Ihrem Arbeitsfeld vorbereitet, wenn Verhaltensweisen in gefährliche Situationen umschlagen? Sie haben keine Wahl. Was Sie tun, liegt in Ihrer Verantwortung! Viele Fachkräfte aus Arbeitsfeldern, in denen sie Verantwortung für die Betreuung von Menschen tragen, sind mit der Problematik gewalttätiger Übergriffe auf sich und ihre Klienten/innen vertraut. Im PART®-Basisseminar geht es in grundlegender und umfassender Weise um die Prävention und Lösung gewalttätiger Konflikte im eigenen Arbeitsfeld. Dabei ist das oberste Ziel des PART®-Konzepts:

Die Persönlichkeitsrechte und die Würde des/der Klienten/in zu achten und dabei Sicherheit für alle Beteiligten herzustellen.
Das PART®-Konzept, dessen Ursprünge aus den USA stammen, ist inzwischen in vielen Institutionen Standard und hat sich auch in schwierigen Situationen bewährt.

Das Basisseminar

  1. Geschichte, Hintergrund und Voraussetzungen
  • Wie entstand das PART-Konzept und wie entwickelt es sich weiter? Auf welche ethische Haltung gründet es sich?
 Was sind die institutionellen Voraussetzungen?
  1. Das Ziel meiner Arbeit
  • Welches Verständnis haben wir in unserer Institution davon, wie sich unsere Klienten in Anspannungssituationen verhalten könnten, anstatt aggressiv und gewalttätig zu werden?
 Können wir die zugrundeliegenden Bedürfnisse der Klienten verstehen?
  1. Professionalität und persönliches Auftreten
  • Wie kam ich zu dieser Arbeit, was hält mich hier? Wie lautet mein Arbeitsauftrag? Wie sind meine Einstellungen gegenüber meinen Klienten?
 Wie beeinflussen meine Stimmungen mein Verhalten gegenüber den Klienten?
  1. Vorbereitung auf die Arbeit mit aggressiven Klienten
    Bin ich umfassend darauf vorbereitet, mit Menschen zu arbeiten, die manchmal bedrohlich, aggressiv oder gewalttätig werden können?
  • Kleidung: Bin ich mir bewusst, wie ich gekleidet bin und wie sich dies auf meine Reaktionsfähigkeit in einem Notfall auswirkt?
 Bin ich mir bewusst, welchen Einfluss meine Kleidung auf meine Klienten hat?
  • Beweglichkeit: Bin ich mir meiner körperlichen Fähigkeiten und Grenzen bewusst? Habe ich dies meinen Teammitgliedern mitgeteilt?
  • Vorausschauende Vorsichtsmaßnahmen: Habe ich genug Informationen über die Klienten, ihre Problematiken, ihre Ressourcen und ihre derzeitige Verfassung?
  • Beobachtung: Kann ich mich in meiner Umgebung sicher bewegen?
 Habe ich eine gut entwickelte Beobachtungsstrategie für kritische Situationen?
  • Selbstkontrolle: Habe ich einen effektiven Selbstkontrollplan?
  1. Auslöser von Aggression und Gewalt
  • Kann ich mögliche Auslöser für Aggression und Gewalt feststellen und Alternativen anbieten?
  1. Der Handlungsrahmen Krisenintervention
  • Kann ich den Grad der Gefahr feststellen, und welche Interventionen sind angemessen?
  1. Krisenkommunikation
  • Wenn ich auf eine Person reagiere, die mit körperlicher Gewalt droht, wie kann ich durch verbale und nonverbale Krisenkommunikation zur Deeskalation beitragen?
  1. Ausweich-, Befreiungs- und Selbstschutztechniken
  • Wenn aus einfacher Aggression/Grenzüberschreitung ein einfacher körperlicher Angriff wird, können wir Verletzungen dadurch vermeiden, dass wir ausweichen, uns aus Festhaltegriffen befreien und Selbstschutzstrategien einsetzen?
  1. Weitergehende Maßnahmen
  • Könnte jemand ernsthaft verletzt werden, wenn wir jetzt nicht weitergehende Maßnahmen durchführen?
 Haben wir genügend ausgebildete Mitarbeitende, um die gewählte Maßnahme auf sichere Art durchzuführen?
  1. Nachbereitung
  • Schriftliche Dokumentation: Geben meine Berichte den aggressiven Vorfall und die angewandten oder versuchten Interventionen genau wieder?
  • Nachbesprechung im Team: Welche Folgerungen ziehen wir aus dem Vorfall für den oder die betroffenen Mitarbeitenden, das Team, die Institution, den fachlichen Handlungsplan und den Umgang mit dem Klienten?
  • Nachbesprechung mit dem Klienten: Wie können aufgrund der Auswertung des Vorfalls künftige Krisensituationen frühzeitig erkannt und beeinflusst werden? 
Welche Schritte können unternommen werden, um zukünftig gewalttätige Vorfälle zu minimieren?
  • Wie kann der Klient daran mitwirken? 
Welche Sanktionen sind ggf. sinnvoll und nötig?
  • Mitarbeiterfürsorge: Benötigen Mitarbeitende wegen starker emotionaler Betroffenheit weitergehende Hilfen?

Methoden

Das Seminar besteht aus Informationsblöcken, Selbstreflektionsphasen, Kleingruppenarbeit und Körperübungen zum Ausweichen, sich Befreien, sich Schützen und Festhalten. Dabei werden nur solche Techniken gelehrt, die dem/der Klienten/in keine Schmerzen zufügen oder ihn/sie körperlich schädigen. Dies ist kein Selbstverteidigungskurs!

Zeitlicher Ablauf

Freitag
14.00 Uhr Stehkaffee
14.30 Uhr Seminarbeginn
18.30 Uhr Ende des ersten Tages

Samstag und Sonntag
09.00 Uhr Seminarbeginn
12.30-13.30 Uhr Mittagspause
17.00 Uhr Ende

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende, die direkte Klientenkontakte haben sowie an Mitarbeitende der unteren und mittleren Führungsebene, wie Team-, Gruppen-, Haus-, Erziehungs- und Abteilungsleitungen.

Teilnehmeranzahl

Maximal 12 Teilnehmer

Anmeldefrist

Bis 02. Mai 2019

Veranstaltungsort

aspire42 – Beratung und Training
Vor dem Neuen Tore 1
21339 Lüneburg

Verpflegung

Unsere Seminargebühren verstehen sich inklusive der Pausenverpflegung sowie des Mittagessens für die Teilnehmer.

Trainer

Adresse

  • Aspire42 - Beratung und Training
  • Vor dem Neuen Tore 1
  • 21339 Lüneburg
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